  |  |  | | | Die Rolle der kochleären Neurotransmitter in Bezug auf Tinnitus Fazit für die Praxis (vom Autor)
Obwohl in jüngster Zeit die molekularbiologischen Grundlagen der Neurotransmission in der Kochlea wesentlich vertieft und weitere klinische Studien durchgeführt wurden, steht zurzeit ein abschließendes Therapiekonzept zur Beeinflussung der Neurotransmission noch nicht zur Verfügung. Die wesentlich, bislang nicht gelöste Herausforderung besteht darin, bei einem unter Tinnitus leidenden Patienten die individuelle Ursache zweifelsfrei zu belegen. Dies ist von besonderer Relevanz, da davon auszugehen ist, dass nur eine ursachengerichtete Therapie, die spezifisch die jeweilige Ligand-Rezeptor-Dysfunktion berücksichtigt, erfolgversprechend ist. Eine zusätzliche Herausforderung besteht darin, ausreichende Dosen zum Durchdringen der Blut-Hirn-Schranke bei gleichzeitig geringen zentralen Nebenwirkungen, wie z. B. Gedächtnisstörungen, zu erreichen. | |  | | |
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  |  |  | | | Kritisch ist anzumerken, dass statistisch gesicherte Studien, die über einen Beobachtungszeitraum von mehr als 12 Monaten gehen, fehlen.
Quelle: Fachzeitschrift HNO, Band 55, Heft 12, Dezember 2007, Seite 964 bis 971, Autor PD Dr. B. Mazurek, HNO-Klinik und Poliklinik, Tinnituszentrum Charité – Universitätsmedizin Berlin Campus Charité Mitte, Charitéplatz 1, 10117 Berlin | |  | | |
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  |  |  | | | Gruppentherapeutische Ansätze bei chronischem Tinnitus Fazit für die Praxis (vom Autor)
Die Wirksamkeit einer gruppentherapeutischen Behandlung hängt auch immer von der Schwere der Belastung durch den Tinnitus ab. So ist bei einem im Tinnitusfragebogen nach Goebel und Hiller [11] diagnostizierten sehr schweren, völlig dekompensierten Tinnitus oder bei einem Tinnitusschweregrad von IV nach Biesingers Schweregradeinteilung [9] zunächst eine komplexe stationäre psychosomatische Therapie sinnvoll, bevor ein ambulantes Vorgehen einsetzt. Bei vorrangig psychischen Diagnosen, wie z. B. Depressionen oder Angsterkrankungen, kann primär eine Psychotherapie notwendig sein, um im weiteren Verlauf eine Habituation zu gewährleisten.
Quelle: Fachzeitschrift HNO, Band 56, Heft 12, März 2008, Seite 332 bis 339, Autor PD Dr. B. Mazurek, HNO-Klinik und Poliklinik, Tinnituszentrum Charité – Universitätsmedizin Berlin Campus Charité Mitte, Charitéplatz 1, 10117 Berlin | |  | | |
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  |  |  | | | Tinnitus bei Kindern Fazit für die Praxis (vom Autor)
Die Aufgaben des HNO-Arztes in der Behandlung von Kindern mit Tinnitus sind präventiv und kurativ. Hierzu gehören eine sorgfältige Anamnese zum Symptom Tinnitus und die frühe und konsequente Erfassung und Behandlung von Hörstörungen zur Verbesserung des auditorischen Inputs. Präventive Aufklärung der Kinder und der Bezugspersonen über die Lärmgefährdung durch Spielzeug und weitere Geräuschbelastungen durch Musik sind notwendig. Für Kinder mit Leidensdruck oder emotionalen Begleitsymptomen steht die psychotherapeutische Behandlung zur Verfügung.
Quelle: Fachzeitschrift HNO kompakt, 3. Heft, 16. Jahrgang, Juni 2008, Seite 161 bis 167, Autorin Dr. med. Astrid Marek MM, Fachärztin für HNO-Heilkunde/Psychotherapie, St.-Elisabeth-Hospital, Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie der Ruhr-Universität Bochum, Bleichstraße 15, 44787 Bochum. | |  | | |
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